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21. September 2026

Wanddurchbruch in einer tragenden Wand: Ablauf und Bewilligung

Ein Durchbruch in einer nicht tragenden Wand ist oft an einem Tag erledigt. Bei tragenden Wänden kommen Statiker, Abstützung, Sturz und Aushärtezeiten dazu, dann dauert es mehrere Tage. Ob eine Wand tragend ist, klärt ein Blick auf den Grundriss und die Wanddicke.

Zuerst die Frage: tragend oder nicht

Davon hängt alles ab, vom Preis bis zum Terminplan. Drei Anhaltspunkte:

  • Dicke. Wände unter zehn Zentimetern sind fast nie tragend, Wände ab etwa 15 Zentimetern häufig.
  • Lage. Tragende Wände stehen über alle Geschosse an derselben Stelle. Schauen Sie, was direkt darüber und darunter liegt.
  • Material. Leichtbauwände aus Gipskarton klingen hohl, Backstein und Beton massiv.

Diese Anhaltspunkte ersetzen keine Beurteilung. Wir schauen uns die Situation vor Ort an und ziehen bei Bedarf einen Statiker bei, der die Öffnung und den Sturz bemisst.

Ablauf bei einer tragenden Wand

  1. Beurteilung und Statik. Öffnungsbreite, Auflager und Sturzquerschnitt werden festgelegt.
  2. Abstützen. Die Decke wird mit Stempeln abgefangen, bevor der erste Schlag fällt.
  3. Öffnen. Sägen statt Stemmen, wo es geht: weniger Erschütterung, saubere Kanten, weniger Rissgefahr in angrenzenden Räumen.
  4. Sturz einbauen. Stahlträger oder Betonsturz, beidseitig auf ausreichend breitem Auflager.
  5. Aushärten und Ausbauen. Erst danach werden die Stempel entfernt.
  6. Anschlüsse. Laibungen verputzen, Übergänge zu Boden und Decke sauber ausbilden.

Zwischen Schritt fünf und sechs liegt je nach Ausführung Wartezeit. Wer den Maler schon bestellt hat, sollte diese Zeit im Terminplan haben.

Was oft vergessen geht

Leitungen. In Wänden liegen Strom, manchmal Wasser. Vor dem Öffnen muss klar sein, was dort verläuft, und die betroffenen Leitungen müssen umgelegt werden.

Stockwerkeigentum. Gehört die Wand zum gemeinschaftlichen Teil, entscheidet nicht der Eigentümer der Wohnung allein. Das klärt man vor der Planung, nicht danach.

Der Boden. Wo eine Wand stand, fehlt der Bodenbelag. Ein Streifen von zehn bis fünfzehn Zentimetern muss geschlossen werden, und ein exakt passender Belag ist bei älteren Böden selten zu bekommen.

Wie wir arbeiten

Wir übernehmen den Durchbruch samt Abstützung, Sturz, Entsorgung und den Anschlussarbeiten in Gips und Farbe, weil beides bei uns im Haus ist. Sie brauchen dafür keine zweite Firma zu organisieren. In bewohnten Wohnungen arbeiten wir mit Staubschutzwand und räumen jeden Abend auf.

Passende Leistung: Maurerarbeiten

Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine tragende Wand?

Tragende Wände sind meist dicker als 15 Zentimeter, stehen über mehrere Geschosse übereinander und klingen beim Klopfen massiv. Sicherheit gibt nur der Grundriss oder die Beurteilung vor Ort.

Brauche ich für einen Durchbruch im Inneren eine Baubewilligung?

Für nicht tragende Wände in der Regel nicht. Sobald das Tragwerk betroffen ist oder Sie in einem Stockwerkeigentum wohnen, ist eine Abklärung mit Gemeinde beziehungsweise Verwaltung nötig.

Wie schmutzig wird es in der Wohnung?

Mit Staubschutzwänden, abgedeckten Böden und Absaugung direkt an der Maschine bleibt der Staub im Arbeitsbereich. Den Bauschutt tragen wir täglich aus.

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